Die Hertha aus dem aachener Süden
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Aktuelles zur Judo Bundesliga
Berichte aus der Zeitung, Interessantes, sonstiges

08.05.2022

Wir haben unseren Bundesligakampf gegen das Hamburger Judoteam mit 4-10 verloren. Rund 300 begeisterte Zuschauer erfreuten sich aber an einem packenden Kampf, der viel enger war, als es das Ergebis aussagt. Unser junges Team überzeugte trotz Niederlage gegen den viermaligen Deutschen Meister.

Die Punkte für die Walheimer Schmiede holten Bart Weling (60), Ivo Verhorstert (66), Caspar Golland (81) und Arthur Westerkamp (90). Zwei weitere Begegnungen gingen erst im Golden Score verloren.

Vorbericht in der Zeitung zur Bundesliga-Saison 2022

04.Mai.2022  Link: Zeitungsartikel

Erster Kampf am Samstag in der Sporthalle des Inda-Gymnasiums gegen den mehrfachen Deutschen Meister JC Hamburg. Platz vier in der Gruppe Nord wäre ein Erfolg.

Von Siegfried Malinowski

Die Saison hat bereits begonnen. Am kommenden Samstag steigt auch Judo-Bundesligist Hertha Walheim ein. Mit einem Heimkampf gegen den mehrfachen Deutschen Mannschaftsmeister JC Hamburg haben die Herthaner gleich einen richtigen Brocken vor sich. Einen von vier Gegnern, die das Team in der Sporthalle des Inda-Gymnasiums in dieser Saison empfängt. Wird es auch zu mehrfachen Feiern kommen?

Jörg Heynen, neben Lars Entgens und Arthur Westerkamp einer der drei Cheftrainer, ist überzeugt, dass es auch in dieser – wieder komplett ausgerichteten – Bundesliga Nord einige „Schmankerl“ gibt. Dabei beruft sich das Trainer-Trio auf einen Kader, der mit den Adjektiven „breiter, tiefer, jünger“ beschrieben wird. Eine ganze Menge neuer Leute haben sich den Walheimern angeschlossen. Dagegen ging „nur“ Spitzenathlet Alexander Gabler (73 kg) und auch Max Baczak kämpft nach mehreren Verletzungen nicht mehr für die „Schmiede“, wie der Walheimer Talentschuppen auch gerne genannt wird.

In welcher Frühform sich einige Herthaner befinden, wurde jüngst bei hochkarätigen Einzelwettbewerben unterstrichen. Das Walheimer Eigengewächs Arthur Akopjan wurde Sieger eines mit Weltklasseathleten besetzten Turniers, Schwergewichtler Jur Spijkers holte den Europameister-Titel. Zum weitgehend verbliebenen Kader holten die Herthaner insgesamt fünf neue Kameraden.

Bei den „leichten Jungs“ sind Lino Dello Russo als früherer Deutscher Jugendmeister und Abdullo Azizov (beide aus Bonn) neu im Walheimer Kampfanzug. Eigengewächs Emil Keding rückt in den Bundesligakader auf und kämpft in der Klasse bis 66 Kilogramm. Maximillian Murawski kommt aus Brühl und will sich einen Stammplatz unter den 73er-Athleten – der früheren Paradedisziplin der Herthaner – erarbeiten. Vom Bundesligakonkurrenten Witten holte Walheim Kjell Kämmers (66 kg). Caspar Golland (Brühl) und Emil Kosjanik (Berlin) sind beide für die Klasse bis 81 Kilo vorgesehen. Ein weiterer „Neuer“ ist Arthur Westerkamp, der für ein Comeback in der Kategorie bis 90 Kilo sorgen soll.

Frank Heynen lässt Stolz mitschwingen, wenn er sagt: „Bei den Neuzugängen gehen wir zu den jungen Wilden zurück.“ Alexander Gabler, der offenbar ein wesentlich besseres pekuniäres Angebot als das der Walheimer „Kirchenmäuse“ hat, geht nach Remscheid. „Bei uns sollen sich gerade die Jungs weiterentwickeln“, unterstreicht Heynen, der mit Arthur Westerkamp über die Dörfer gereist ist und sehr viel Zeit für die Zusammenstellung des neuen Kaders verbracht hat.

Dies tat man mit der Intention „wie können wir junge Leute, die top sind, an uns binden?“ Das fand man, der bisherigen Linie folgend, dann auch schnell heraus. Westerkamp: „Wir müssen ihnen sportliche Anreize bieten. Wegen der Kohle kommen sie nicht zu uns, also holen wir sie mit dem Versprechen, sie werden in der Bundesliga eingesetzt.“ Das klappte früher, und das wird auch in Zukunft klappen, sind sich die „Chefs“ einig.

„Sahneabteilung“ der Herthaner ist weiterhin die Riege der Schwergewichtler. Igor Mbakom gilt derzeit als unschlagbar, Jur Spijkers ist aktueller Europameister, Jonas Pütz arbeitet sich kontinuierlich in die deutsche Spitze vor. Dazu hat man mehr als eine Handvoll Athleten, die den Walheimern seit Jahren die Stange halten (Biesbrouk, Goedecke, Weeber, Entgens, Becker, Hammen, Discher und weitere).

Welche Endplatzierung Walheim unter den acht Bundesligisten der Gruppe Nord zuzutrauen ist, lässt sich auch von den Trainern nur schwer einschätzen. Hinter Hamburg, Witten und Potsdam wäre ein optimaler Verlauf das Erreichen des vierten Platzes. Für das Halbfinale zur Deutschen Meisterschaft – nur die ersten Beiden platzieren sich – wird es wohl kaum reichen. Dem Auftakt gegen Hamburg folgt am 14. Mai der erste Auswärtskampf in Witten-Annen. Früheren Kämpfen folgend, dürfte die Halle in Kornelimünster direkt mal ausverkauft sein.

Herthas Kader

60 kg: Silas Dell, Lino Dello Russo (neu), Abdullo Azizov (neu), Bart Weling

66 kg: Emil Keding (neu), Kjell Kämmers (neu), Felix Stöckel, Lennart Goedecke, Ivo Verhorstert, Nils Becker

73 kg: Arthur Akopjan, Maximilian Murawski (neu), Rupert Hammen, Denis Caro, Roman Pogreban

81 kg: Alexander Neihs, Caspar Golland (neu), Emil Kosjanik (neu), Nikola Discher, Graatje Weeber, Jan Keding, Matteo Kreutz, Mo Van Dun, Pieter Vandyck, Malik Umayev, Paul Jacobi

90 kg: Arthur Westerkamp (neu), Ben Ihrlich, Dax Biesbrouck, Julian Lowis, Nicolas Dejace

100 kg: Janis Terinde, Max Westerkamp, Wouter Vandyck, Lars Entgens

über 100 kg: Igor Mbakom Tchiengang, Jonas Pütz, Jur Spijkers

AACHENER-NACHRICHTEN.DE

Judo-Bundesliga: Hertha Walheim geht „breiter, tiefer, jünger“ in die Saison